>> TEA FOR THREE

Tea For Three

featuring
The bezaubernde Miss Caro

mit
Harry Saltzmann, sax
Balthasar Hechenbichler, piano
Philip Wipfler, kontrabass

featuring
Bezaubernde Miss Caro – Caro Roth, vocal

cd_cover

Das vierköpfige Trio spielt in wechselnden Besetzungen seit über 10 Jahren zusammen. Seit vier Jahren hat es seine endgültige Formation gefunden, und bei einem ihrer letzten Auftritte „verbreitete sich sofort eine lauschige Studioatmosphäre. Tea for Three, mit Harry Saltzman am Saxophon, Balthasar Hechenbichler am Piano, Wild Willy am Bass und der Sängerin Miss Caro spielten Jazzstandards und griffige Eigenkompositionen. … Es folgten einige wunderschöne Jazzballaden.“
(SZ, 24.01.2003)

 

Ein Hauch von Broadway
„Tea for three“ luden zum musikalischen Teekränzchen
VON ALEXANDER FISCHER

Unverhofft kommt oft. Statt mit Vier-Mann-Saxophon-Gebläse trat „Jazzpirat“ Harry Saltzman mit einem „Teekränzchen“ im Jazzclub „Hirsch“ an. „Tea for three“ heißt die Combo, mit der „Luftbläser“ Saltzman neuerdings gepflegtem Bar-Jazz frönt. Inklusive der charismatischen Sängerin Caro Roth stellte die Band eine Klasse für sich dar.Jazz-Standards wie „Cheek to cheek“ verlieh „Mundartistin“ Caro Roth mit wohl temperierter Stimme Broadway-Glanz. Ihr kristallklares Organ stand gut und gerne allein im Raum. Roth sang nicht, sie akzentuierte und interpretierte. Dabei verfügte sie über die Bandbreite einer Jazz-Diva. „Miss Caro“ spielte sich mit Höhen und Tiefen, ihr lustvolles Timbre raubte einem den Atem. Bisweilen ließ sie Text, Text sein. Bei einem wundervollen Bossa hauchte sie etwa „ba da da da dap“ ins Mikro und fand es wunderbar. Das Publikum im übrigen auch.

Heiratsantrag für eine Jazz-Diva

Welche Sängerin bekommt schon einen Heiratsantrag eines begeisterten Zuhörers, wenn sie „Misty“ nur anstimmt. Gut, ein wenig ihren Charme spielen lassen hat sie auch.

Bis Saltzman zum Saxophon griff, dauerte es eine Weile. Über weite Strecken bestritt er den Auftritt mit der Querflöte. „Handgeschriebene“ Stücke wie „Schöne fremde Frau“ lebten von der Spielfreude des langatmigen, technisch versierten Flötisten. Keine Frage: Saltzman hat ein Faible für Mainstream entdeckt. Schräge Töne sehen anders aus. Statt dessen schwelgte der Frontmann von „Tea for three“ in blauen Noten.

Seine Sidemen standen im dabei in nichts nach. Stehgeiger Willi Wipfler zupfte grundsolide Basslines, erntete für seine flüssigen Intermezzi und ansatzweisen Soli Szenenapplaus. Ob Boogie, Bossa oder Swing – Pianist Balthasar Hechenbichler zeigte sich ebenfalls mit allen Wassern gewaschen. Sein Intro zu Herbie Hancocks „Cantaloop Island“ offenbarte die seltene Gabe, gleichermaßen typisch und eigensinnig zu klingen. Die Band blieb ihrer launigen Lounge-Linie bis zum Ende treu. Ebenso wie dem durchweg hohen Niveau. Dass sich zum Schluss die Reihen ein wenig lichteten, schadete der Atmosphäre keineswegs. Lovesongs wie „Fly me to the moon“ bedürfen keines großen Publikums. Zwei Leute reichen vollkommen aus. So gesehen, war das dritte Set immer noch gut besucht.

Die aktuelle CD der Band, „Yeah, that`s Jazz“ erwies sich als heiß begehrt. Kein Wunder, stellt sie doch ein ideales Weihnachtsgeschenk für Jazz-Fans und solche, die es werden wollen dar

mm, 12.11.2004

Aktuelle CD: Yeah, that’s Jazz! (2004)